Produktiver arbeiten
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Produktiv anstatt viel arbeiten – 8 Tipps für mehr Fokus

By on 24. Februar 2016

Welcher ist der beste Arbeitsplatz um produktiver zu arbeiten?

Egal ob du im Büro, in einem Coworking Space, im Coffee-Shop oder von Zuhause aus arbeitest – Ablenkung wirst du überall finden. Beim gemeinschaftlichen Arbeiten, wie in den ersten beiden Fällen fällt das fokussierte arbeiten meistens etwas leichter, weil du ganz unterbewusst von deinem arbeitenden Umfeld unbewusst angespornt wirst.

Coffee-Shops und das Home-Office hingegen bieten viele Ablenkungsmöglichkeiten. Ersteres vor allem, da es einfach kein ruhiges und deshalb optimales Arbeitsumfeld bietet. Leute reden und telefonieren, Kinder schreien, die Kaffeemaschinen mahlen. Ein netter Ort für guten Kaffee und einen netten Plausch, sicher. Aber meiner Meinung nach nicht, um produktiv und fokussiert zu arbeiten.

Wer von Zuhause aus arbeitet, hat 1000 Möglichkeiten sich selbst abzulenken und von der Arbeit abzuhalten. Facebook, Kühlschrank, Fernseher, das Sofa oder halbherziges Aufräumen – wer zu hause nicht arbeiten will, der findet andere Möglichkeiten sich die Zeit zu vertreiben.

Bleibt auf den ersten Blick also nur der Coworking Spot als der optimale Arbeitsplatz. Und tatsächlich wird hier auf ein ruhiges und produktives Umfeld geachtet. Mit genügend Sitzplätzen, Ruhezonen, Skype-Kabinen und einer eigenen Küche fällt es hier nicht schwer, sich seinen eigenen Arbeitsplatz einzurichten. Da man nicht alleine ist, sondern andere meist produktive Menschen um sich hat, wird man angespornt selbst nicht dauernd am Handy herumzuspielen.

Ich kann das Arbeiten im Coworking Spot sehr empfehlen. Diesen Artikel schreibe ich zum Beispiel gerade im Dojo auf Bali. Es ist Sonntag und wunderbar ruhig hier. Die Klimaanlage sorgt für angenehme Frische und der nächste Wasserautomat ist auch nicht weit. Möchte ich eine kleine Pause einlegen, setze ich mich an den Pool oder laufe die paar Meter an den Strand. Gleichzeitig werde ich extrem motiviert, wenn ich mit anderen Freelancern und Digitalen Nomaden hier spreche oder ihnen beim Arbeiten über die Schulter schaue. Hier fällt es schwer nichts zu tun.

Produktiver arbeiten

Das Dojo in Canggu auf Bali.

Warum produktiver arbeiten?

Wer effektiver und produktiver arbeitet – sich nicht mit unnötigen und zeitfressenden Dingen aufhält und ablenkt, spart vor allem eins: Zeit!

So bleibt am Ende des Tages das gute Gefühl, dass man in einem überschaubaren Zeitraum viel geschafft hat und der verdiente Feierabend kann umso mehr genossen werden. Auch auf langer Sicht tust du deinem Kopf damit etwas Gutes. Denn strukturiertes Arbeiten ohne Trödelei spart unnötig viele Gedanken und nach getaner Arbeit kann der Kopf getrost abgeschaltet werden. Voraussetzung: Man arbeitet am nächsten Tag genauso fokussiert und effektiv.

Die Formel ist: Produktiver Arbeiten = Zeit + Nervenersparnis.

Produktiv anstatt viel arbeiten also weil:

  • du dir damit Zeit sparst.
  • nach getaner Arbeit der Kopf mit gutem Gewissen abgeschaltet werden kann.
  • du deine Arbeit besser strukturieren kannst.
  • am Ende des Tages kein schlechtes Gewissen bleibt, weil du weniger geschafft hast als vorgenommen.
  • du langfristig besser einschätzen kannst, wie lange du für verschiedene Aufgaben benötigest.
  • und damit auch bei Angebotsverhandlungen mit Kunden besser kalkulieren kannst.
  • du letztendlich ein besseres Arbeitsergebnis abliefern wirst. Daraus folgt ein zufriedener Kunde und ein zufriedener Kunde empfiehlt dich gerne weiter.
Produktiver arbeiten

Es ist ein gutes Gefühl, nach getaner Arbeit den Kopf einfach freizubekommen.

Produktiver arbeiten von Zuhause aus – 8 Tipps, die bei mir sehr gut funktionieren

Vielleicht hast du in deiner Nähe keinen Coworking-Spot oder ziehst das Home-Office einfach vor. Da die produktiven Arbeitstage von Zuhause aus aber wohl immer noch am schwersten zu meistern sind, habe ich im Folgenden acht Tipps für dich. Alle selbst ausprobiert und für gut empfunden:)

  1. First of all: Mach dir einen Zeitplan
    Dieser Punkt ist sicher für die wenigsten etwas neues. Trotzdem ist er das Non plus ultra jeder produktiven Arbeit. Ein strukturierter Zeitplan hilft dir, ja – deine Arbeit besser zu strukturieren. Egal ob du mit Deadlines oder ohne Fristen arbeitest, es ist wichtig zu wissen, was noch alles auf deinem Plan steht. Also schnapp dir einen Terminplaner, egal ob digital, online oder aus Papier und notiere dir die Aufgaben, die anstehen.
  2. Gliedere größere Aufgaben in kleinere Tasks
    Viele Aufgaben erscheinen auf den ersten Blick sehr groß und beinhalten verschiedene Teilschritte. Deshalb macht es sehr viel Sinn, wenn du dir beim Erstellen deines Zeitplans größere Aufgaben in kleinere Teilaufgaben unterteilst. So sollte auf deinem Plan dann zum Beispiel nicht „Marketing-Konzept für Kunde Hans Müller entwerfen“, sondern „Zielgruppe analysieren“, „Informationen über Mitbewerberin Johanna Peters einholen“, usw. stehen.
    Warum? Weil du dadurch zum einen sprichwörtlich von deinen anstehenden Aufgaben erschlagen und ziemlich sicher schnell die Lust verlieren wirst. Eine Motivationslücke und das Gefühl „Boah, wie soll ich das denn bis nächste Woche schaffen?“ macht sich breit. Notierst du dir kleinere Aufgaben auf deinen Planer, passiert das nicht und du hast stattdessen viel schneller Erfolgserlebnisse.
    Und zum anderen kannst bei Jobs für den Kunden und einfach auch für dich selber besser kalkulieren, wann du welche Aufgabe realistisch erledigen kannst. Das zahlt sich einfach aus!
  3. Nutze Tools
    Nutze Werkzeuge, die dir dabei helfen produktiver zu arbeiten. Sei es der bereits angesprochene Terminplaner, eine gute Textverarbeitungs-Software, Notiz-Apps oder Programme, die Facebook für dich sperren, während du arbeitest. Da gibt es mittlerweile sehr viel Auswahl und wirklich hervorragende Tools. Ich probiere schon seit einiger Zeit verschiedene Apps und Programme aus um meinen optimalen virtuellen Schreibtisch zu kreieren und werde darüber auch bald einen Blogartikel verfassen. Was ich aber immer dabei habe: Mein Notizbuch aus Pappe und Papier. Letztendlich musst du selbst ausprobieren, was für dich am besten passt. Ich will nur, dass dir bewusst ist, wieviele Hilfsmittel es für deinen Büroalltag gibt.

    Produktiver arbeiten

    Laptop, Netzkabel, Kopfhörer, ein Notizbuch und eine (zugegeben sehr hippe) Kamera. Ein gutes Beispiel für einen auf das Wesentliche reduzierten Arbeitsplatz.

  4. Halte deinen Schreibtisch sauber und übersichtlich
    Egal welche oder wieviele Tools du zum Arbeiten nutzt: Halte Ordnung an deinem Arbeitsplatz. „Ordnung ist das halbe Leben!“. Blabla? Ne, sondern stimmt schon!
    Umgib dich an deinem Arbeitsplatz nur mit den Dingen, die du auch wirklich für deine Aufgaben benötigst. Alles andere lenkt dich nur ab und sorgt für unnötig mehr Gedanken in deinem Kopf. Punkt!
  5. Schalte dein Handy beim Arbeiten nur ein, wenn du es dazu brauchst
    Und hier der Punkt, der für die meisten jungen Menschen sicher den am schwierigsten zu befolgenden darstellt. Aber: Wenn du dein Handy gerade nicht brauchst, dann schalte es ab oder versetze es in den Flugmodus. Hauptsache das Ding meldet sich nicht alle zehn Minuten, wenn Joachim oder Lotte wieder etwas in die gemeinsame WhatsApp-Gruppe posten. Denn kaum ist WhatsApp offen, checkt man doch auch gerne noch eben Facebook, Instagram und der Teufelskreis beginnt. Die Zeit vergeht wie im Fluge…währen du an deinem Handy hängst.
    Also: Wichtige Tasks mit dem Handy möglichst zusammen erledigen und danach die Arbeiten ohne Handy durchführen. Kein Sorge, dein Handy läuft dir nicht weg und Joachim und Lotte genauso wenig.
  6. Gönn dir Pausen
    Laut einer Studie lautet die optimale Produktivitätsformel 53 Minuten powern und anschließend 13 Minuten pausieren. Ich denke, dass du da deinen eigenen Arbeitsrhythmus finden solltest. Wichtig ist, dass du die Ruhepause auch wirklich als solche einhälst. Das heißt, dass du die komplette Pause nicht auf Facebook oder mit Emails checken verbringen solltest. Mach dir stattdessen einen Kaffee oder Tee und quatsche ein bisschen mit den Kollegen oder lies ein paar Seiten in einem Buch oder einen guten Artikel falls du von Zuhause aus arbeitest. Mach das Fenster auf, setz dich raus auf den Balkon oder geh vor die Tür. Ich bin mir sicher du findest einen Weg deine Pausen erholsam zu gestalten.
  7. Finde deinen perfekten Arbeitsplatz
    Zu Beginn des Artikels habe ich es bereits angesprochen: Es gibt heutzutage besonders für Freelancer und Digitale Nomade eine Vielzahl von Orten, die sich zum Arbeiten anbieten. Jeder muss sich seinen perfekten Arbeitsplatz suchen. Ich habe zum Beispiel auf meiner Asienreise festgestellt, dass es mir gut tut von Zeit zu Zeit den Ort zu wechseln. So habe ich jeweils zwei Wochen im HUBBA in Bangkok und im Punspace in Chiang Mai verbracht und werde hier auf Bali noch insgesamt drei Wochen im Dojo arbeiten. Für mich macht es die Mischung aus Arbeitsroutine und doch immer wieder mal ein neues Umfeld.
  8. Eigne dir die für dich passende Morgenroutine an
    Vor allem im HomeOffice gibt es am Morgen schon tausend Dinge, die dich ablenken und davor abhalten, zeitig loszulegen. Egal ob du Frühaufsteher oder Langschläfer bist, in diesem Artikel stelle ich dir zwei verschiedene Wege zur optimalen Morgenroutine im HomeOffice vor.
Produktiver arbeiten

Produktiver arbeiten bedeutet auch, den besseren Überblick zu haben.

  • Was bei mir noch hilft: Kopfhörer beim Arbeiten rein
    Auch wenn keine Musik läuft. Schirmt mich ab von meiner Umwelt und lässt mich einfach fokussierter arbeiten.
    Ehrlich gesagt, wenn ich mich in den Coworking Spots so umsehe, haben die meisten Leute Kopfhörer auf. Ich kann mir nicht vorstellen, dass alle Musik hören:)

Letztendlich ist produktives Arbeiten wie ein das Kochen eines leckeres Gerichts. Man braucht etwas Übung, bevor man das perfekte Rezept gefunden hat.

Hast du noch Tipps zum Thema „Produktiver arbeiten“ oder verfügst über effektive Arbeitsroutinen? Dann lass uns gerne daran teilhaben und schreibe einen Kommentar.

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6 Comments
  1. Antworten

    Pia & Cris

    4. April 2016

    Hi Olli,
    dein Artikel fasst wirklich die wichtigsten Punkte des produktiven Arbeiten zusammen. Wir unterschreiben sie dir sofort ! 🙂
    Unsere einzige Schwachstelle ist der ordentliche Arbeitsplatz. Grundsätzlich liegt uns steht alles kreuz und quer. Bei Cris weniger als bei Pia, aber trotzdem auch zu viel.

    Wir werden mal den Versuch starten uns zur Ordnung zu zwingen! Denn du hast recht, es lenkt unglaublich ab.
    Achja danke für die Tipps der Coworking Spaces. Können wir ab August gut gebrauchen. Asia is calling!

    Beste Grüße
    Pia & Cris

    • Olli
      Antworten

      Olli

      6. April 2016

      Hi Pia, hi Cris,

      danke für Eure Feedback!
      Ich bin gespannt, wie es bei Euch dann ab August läuft 🙂

      Beste Grüße
      Olli

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Oliver Haas
Hamburg

Hi! Ich bin Olli und freu mich sehr, dich auf Wolfsmilch begrüßen zu dürfen! Seit 2015 arbeite ich im Sommer für eine Festivalreihe in Hamburg und im Winter zieht es mich in wärmere Gefielde. Nebenbei begann ich als Freelancer im Webbereich und taste mich nun langsam heran an das Leben, das ich führen möchte. Das Leben als Digitaler Nomade. Also unabhängig mein Geld mit Dingen verdienen, die mir Spaß bringen. Und das nahezu von jedem Ort der Welt aus. Meine Erfahrungen möchte ich hier mit dir teilen. Im "Rucksack" wirst du Artikel und Stories rund ums Reisen und alles was dazu gehört finden. "Laptop" versorgt dich mit Wissen und Anregungen über das Arbeiten als Digitaler Nomade und Freelancer. Und "Rekorder" stellt dir interessante Menschen vor, die etwas gemeinsam haben: Sie alle haben ihr Ding durchgezogen. Tust du das auch?

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