Digitaler Nomade werden
Laptop

5 Grundlagen für den angehenden Digitalen Nomaden

By on 4. Dezember 2015

Als Freelancer starten oder digitaler Nomade werden ist gar nicht so schwer.

Kleingewerbe anmelden, Laptop einschalten und los geht’s mit der Kundenakquise und dem ersten Job. Wenn du nicht sogar schon einen Klienten hast und dieser der Grund für dich ist, dein eigenes Gewerbe ins Leben zu rufen.

Aber wie die meisten Freelancer und Digitalen Nomaden möchtest wahrscheinlich auch du nicht nur in deinem stillen Kämmerchen dein Business vorantreiben. Und egal ob du als Sidepreneur, also neben deinem festen Job ein Business startest oder voll in die Selbstständigkeit einsteigst: Es gibt ein paar Dinge die es dir deutlich leichter machen in der digitalen Arbeitswelt Fuß zu fassen. Digitaler Nomade werden, so gehts!

1. Vitamin B und Vitamin B…und Vitamin B!

Get in touch with people! Networking is the winner! Denn es hat nur Vorteile mit anderen Gleichgesinnten Ideen auszutauschen, Neues zu erfahren oder sich gegenseitig zu helfen. Hab keine Scheu! Ich bin zum Beispiel manchmal schwerst unfähig mit technischen Geräten oder Software umzugehen und schimpfe dann auch gerne gleich los. Und immer gab es jemanden – online und offline, der mir gerne weitergeholfen hat. Das ist wirklich toll! Kein digitaler Nomade würde dir raten deine Scheuklappen aufzuziehen und nur stur dein Ding zu machen. Denn: Du kannst nicht alle Tricks kennen und dieser Tage ändert sich vieles so schnell und es gibt ständig was neues. Bleib also am Ball und tausche dich mit anderen aus!

Hast du bereits in der einen oder anderen Agentur gearbeitet besitzt du wahrscheinlich schon ein kleines Netzwerk von Leuten in deiner Branche. Sprich andere Designer, Programmierer, Social-Media-Manger, Texter und dergleichen. In diesem Fall bist du mit diesen Menschen dann auf Xing, Linkdin oder Facebook verknüpft und hast dort in den meisten Fällen durch deinen Job auch schon einen oder mehrere Kundenkontakte.

Doch auch wenn du gerade dein erstes Praktikum, deine Ausbildung oder Studium absolviert oder einen Job in einer Branche hast, die auf den ersten Blick so gar nichts mit dem digitalen Nomadentum zu tun hat: Es gibt so einige Wege um Zugang zu guten Communities zu erlangen.

Facebook-Gruppen

Gruppen in Facebook sind ein guter und einfacher Einstieg um vor allem auch ortsspezifische Informationen wie Co-Working Spots oder Stammtische mehr zu erfahren. Egal ob du Freelancer oder digitaler Nomade werden willst – es gibt für beide Sparten viele verschiedene Gruppen.

Online-Communities

Es gibt mittlerweile zahlreiche Online-Communities die eine super Ressource an Wissen und Austausch für dich sein können. Da ich selbst noch Frischling bin möchte ich hier den Schwerpunkt auf die einsteigerfreundlichen Communities ohne fortlaufende Gebühren legen.

My Wireless Life

mywirelesslife

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine deutschsprachige Community die perfekt für den Einstieg geeignet ist. Egal ob Affiliate Marketing, Kundenakquise, usw. – hier wird dir geholfen und jeder freut sich wenn du dein Wissen ebenfalls teilst. Ich bin auch Mitglied und Mithilfe von Mywirelesslife auch schon wieder etwas schlauer geworden.

 

Nomad Forum

nomadforum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sehr aktive Plattform mit tollen Threads und interessanten Diskussionen.

 

#Nomads
#nomads

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wurde mir als rege Chat-Community schon öfter ans Herz gelegt und deshalb werde ich mir auch bald ein Herz fassen und mich dort anmelden. Die Aufnahmegebühr beträgt 50$.

 

Dynamite Circle
Dynamite Circle

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Dynamite Circle ist eine Community für erfahrene und bereits erfolgreiche Entrepreneure. Hier wird jede Anmeldung auch manuell überprüft und es ist ein fortlaufender Mitgliedsbeitrag fällig. Dadurch wird die Qualität auf der Plattform natürlich sehr hoch gehalten, was ich auch sehr gut finde. Aber wie gesagt: Eher etwas für Fortgeschrittene.

Events und Veranstaltungen

Die digitalen Nomaden schlafen nicht und haben mittlerweile einige Events und Mastermind-Gruppen aus dem Boden gestampft. Die bekannteste in Deutschland ist wohl die DNX. Gegründet von den beiden digitalen Nomaden Marcus und Feli. Die DNX findet in der Regel zweimal im Jahr statt. Ich werde im Mai das erste Mal dabei sein und bin schon sehr gespannt.

Aber auch die einzelenen Facebook-Gruppen veranstalten Meet-Ups und Mastermind-Gruppen ebenso wie die Online-Communities. Und das in allen möglichen Ecken der Welt.

Egal ob du gerade reist oder an einem festen Ort bist: Trau dich!

Über eine Facebook-Gruppe bin ich auf ein englischsprachiges Print-Startup in Hamburg gestoßen. Die suchten da eigentlich einen Designer. Ich fand die Idee aber trotzdem spannend und habe meine Dienste im Bereich Social-Media und texten angeboten. Und hey, ich wurde zu einem Meeting eingeladen. Und was für ein schöner Abend das war. Zusammen mit 7 anderen Textern und Fotografen haben wir Ideen für die nächste Ausgabe des Printmagazins gesammelt und waren danach noch schön das ein oder andere Bier heben. So muss das sein. Und das obwohl vor dem Meeting ziemlich aufgeregt war. Reichen meine überschaubaren Englischkenntnisse aus um mitdiskutieren zu können? Kann ich überhaupt etwas, was für das Projekt von Nutzen ist? Wie sind die anderen Leute dort und kenne die sich alle schon untereinander?

Blablabla….es ist einfach so: Kein Mensch lacht dich aus oder kritisiert dich wegen deinem schlechten Englisch oder weil dir irgendwo Fachwissen fehlt. Und wenn dann verdient derjenige deine Gesellschaft nicht. Sei freundlich und du wirst freundlich behandelt. Was anderes ist mir bisher noch nicht untergekommen. Und vor allem mit Gleichgesinnten freut sich jeder über die Gesellschaft des anderen und ist sich der positiven Energie bewusst. Probiere es aus!

2. Probiere dich aus!

Bist du nicht der Überspezialist in einem bestimmten Fachbereich macht es durchaus Sinn mal in allen möglichen Nischen zu freelancen. Probiere dich aus und nehme verschiedene Jobs und Aufträge an.

Ich habe jetzt schon alles Mögliche gemacht. Von Rechnungen schreiben, stumpfer Dateneinpflege, Online-Rechere für ein dänisches Start-Up, WordPress-Seiten basteln, Social-Media-Kanäle pflegen oder Texte schreiben. Neben Wolfsmilch möchte ich auch in den nächsten 2 bis 3 Jahren mein Wissen in diesen Bereichen noch ausbauen und dann entscheiden ob ich mich auf ein bestimmtes Gebiet festlegen möchte. Aber eben erst wenn ich weiß, was mir am besten von der Hand geht und dabei am meisten Spaß bereitet.

Auch hier kann man wieder die besten Anstöße und Tipps in Online-Communities und Facebook-Gruppen finden. Gruppen für Freelancer dienen dabei oft auch als Jobbörsen oder vermitteln Kontakte zu möglichen Jobs.

Jobbörsen für Freelancer sind unter anderem:

3. Lesen, hören, gucken!

Dank Internet hast du heutzutage unfassbar viele Möglichkeiten dich über jedes Thema der Welt selbst weiterzubilden. Es gibt Podcasts, Bücher, YouTube-Videos, Webinare und Foren zu allen Möglichen Bereichen. Schon im Klassiker „Die 4-Stunden-Woche“ pries Tim Ferriss das Selbststudium an. Und ich finde, dass er recht hat. Wer digitaler Nomade werden will sollte, nein muss sich ein paar Stunden in der Woche Zeit nehmen um zu lernen – so platt es auch klingen mag. Wer beschwert sich nicht, dass er das Gefühl hat nach dem Studium nicht richtig auf das Berufsleben vorbereitet zu sein. Und das kann man auch nicht. Den Großteil deines Wissen erlangst du im Laufe deines Lebens durch Erfahrung und Ausprobieren.Und wer Digitaler Nomade werden will muss ausprobieren.

Über den Wert Teil einer aktiven Community zu sein habe ich ja weiter oben bereits geschrieben. Aber auch wenn du mal zu Hause bleiben möchtest, beim Joggen heute keine Lust auf Musik hast oder die Zugfahrt nach Hause wieder mal etwas länger dauert – hier ist eine kleine Liste von Büchern und Podcasts die sich mit den Themen Ortsunabhängiges Arbeiten, Freelancen, Blogging, Reisen und ähnlichem auseinandersetzen. Jeden Artikel in dieser Liste habe ich selbst gelesen oder gehört und kann ich empfehlen.

Bücher

Podcasts

  • I Love Mondays von Tim Chimoy
  • LIFE HACKZ Show von Marcus Meurer
  • The Tim Ferris Show von rate mal
  • affen on air von Affenblog

Die Podcasts findest du alle bei iTunes zum Download.

 

4. Lege dir ein für dich passendes Arbeitssystem zu!

Egal ob Rechnungen verwalten, Timetables und Notizzettel schreiben. Gewöhne dir so früh wie möglich eine für dich zugeschnittene Arbeitsroutine an und probiere aus. Ich habe anfangs sehr schludrig und ohne Leitfaden gearbeitet und dabei sehr viel Zeit und Energie verschwendet. Mach du es von Anfang an besser!

Vielleicht hast du gerne absolute Stille um dich und arbeitest sehr effektiv von zu Hause aus? Oder neigst du dazu, dich alleine einfach ständig abzulenken? Dann versuche es doch mal mit einem Co-Working Spot oder in einem guten Cafe mit Wifi.

Du notierst dir deine Aufgaben gerne in einem Notizbuch oder nutzt doch lieber eine App dafür?
Du arbeitest abends viel besser als vormittags? Da bin ich auch immer noch dabei das herauszufinden. Während ich diesen Artikel schreibe ist es jedenfalls gerade 21:46 Uhr und ich hab noch Bock.

Welche Methoden du auch vorziehst: Fokussiertes und strukturiertes Arbeiten ist extrem wichtig und erspart dir Frust. Ich liste dir hier noch einige Tools auf, die dir helfen können deine Arbeit zu strukturieren.

  • Evernote (Umfangreiches und etabliertes Tool um deine Notizen zu verwalten, Termine einzutragen oder Daten auszutauschen)
  • Wunderlist (To-do-Listen easy und übersichtlich auf dem Laptop oder in der App)
  • Mindmeister (Bestens für Mind-Mapping, Brainstorming und Ideen aushecken geeignet)
  • Rescuetime (Kleines Helferlein um deine Gewohnheiten am Rechner aufzuzeichnen und auszuwerten. Hilft dir dabei Ziele zu setzen und produktiver zu arbeiten)
  • Selfcontrolapp (Tool mit dem du Websites, die dich von der Arbeit abhalten für eine bestimmte Zeit auf eine Blacklist setzen kannst, sodass diese in der Zeit nicht aufrufbar sind.)

5. Ein letztes Wort: Selbstvertrauen!

Wer Digitaler Nomade werden will braucht vor allem eins: Durchhaltevermögen und Selbstvertrauen. Das ist jetzt kein plattes Gelaber sondern auch meine eigene Erfahrung. Es gibt halt viele Menschen, die nicht so richtig verstehen, was du da jetzt eigentlich vorhast. Von „Häh, wie du hast deinen Job gekündigt und arbeitest jetzt von zu Hause aus?“ bis „Und was machst du um Geld zu verdienen?“ ist eben alles dabei. Ist ja auch klar. Die meisten Menschen sind es gewohnt nach der Schule oder dem Studium in einen festen Job mit geregeltem Urlaub zu gehen. Und da ist ja auch nichts verwerfliches bei. Dachdecker, Fliesenleger, Elektriker – sie alle gibt es schon seit Jahrzehnten und sie sind oft Selbstständige. Aber der Beruf „Digitaler Nomade“ ist eben immer noch, vor allem in Deutschland eine sehr junge Art der Selbstständigkeit.

Lass dich deshalb nicht unterkriegen und dir deinen Traum ausreden. Wenn du dir nicht vorstellen kannst, dein Leben lang für einen Arbeitgeber zu arbeiten dann lass es! Du tust dir keinen Gefallen damit. Überlege dir stattdessen was du kannst und ob du daraus ein eigenes Business machen kannst. Ich hab nicht viel Fachwissen auf dem Kasten und kann jetzt nach einem knappen Jahr Freelancing sagen, dass ich überrascht bin wie gut es geklappt hat. Und ich freu mich jeden Tag mehr auf das was noch kommt. Auch wenn ich heute morgen zum Beispiel einen kleinen Motivations-Durchhänger hatte. Höhen und Tiefen muss es geben. Das gilt auch für Freelancer und digitale Nomaden.

Aber was kann dir schon passieren? Wenn die Auftragslage schlecht ist oder dein Business erstmal nur rote Zahlen schreibt suchst du dir halt einen Übergangsjob. Gehst kellnern oder Regale einräumen und überlegst dir etwas neues. Es gibt eigentlich kein Land in dem du nicht so weich aufgefangen wirst wie ein Deutschland. Hat deine Business-Idee nicht geklappt, dann wirst du nicht verhungern.

Deshalb sag ich dir: Habe Mut in dem was du tust! Denn wenn du es wirklich willst, dann wirst du auch all dein Herzblut da reinstecken. Und sowas kann ja dann nicht schlecht sein.

Du bist nicht allein. Guck, wie es andere machen! Sei dir nicht zu schade, mal nachzufragen oder auch um Hilfe zu bitten. We all need Karma! Sei willig zu lernen und gib nicht so schnell auf!

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6 Comments
  1. Antworten

    Laura

    16. März 2016

    Rescuetime kannte ich noch nicht, finde den Artikel im Übrigen super, habe ihn mir direkt gespeichert. Hast du zufällig auch eine App, die du empfehlen kannst, mit der du wundervolle Beiträge wie diesen hier speicherst und das ganze nach Kategorien sortierst? So nach dem Motto, heute schaue ich noch mal schnell, ob ich nicht noch hilfreiche Apps laden kann oder wie war das noch mal mit den Krankenversicherungen. Also schneller Zugriff und Ordnung in gespeicherten Links?

    Gutes Karma,

    Laura

    • Antworten

      Olli

      17. März 2016

      Hi Laura,

      ich verwalte meinen Content im Moment in einer (noch) recht übersichtlichen Ordnerstruktur auf meinen MacBook.
      Aber natürlich gibt es auch gute Software dafür. Evernote ist zb ein super Elefantenhirn, in dem du so ziemlich alles speichern und schnell abrufen kannst. Speziell zum Schreiben und Verwalten von Texten eignet sich auch Scrivener. Da gibt es, glaube ich im Moment auch Rabatt.

      Gutes Karma,
      Olli

  2. Antworten

    Michael

    29. Juni 2016

    Hey Oliver!! Ich bin soeben auf Deine Website gestossen und werde Sie mit groesstem Interesse verfolgen 😀
    Sollte es Dich einmal nach Indien verschlagen, dann bist Du bei uns im Charity Backpackers herzlich Willkommen. Ich habe 2009in Bodhgaya eine Ngo fuer hilfebeduerftige Kinder in den Doerfern etabliert. Seither lebe ich die Haelfte des Jahres in Indien. Nun moechte ich gemeinsam mit anderen Vagabunden einen Foodblog starten und auf das Projekt in Indien aufmerksam zu machen. Ich wuerd mich mega freuen Dich mal zu treffen. Liebste Gruesse und alles Gute fur Dich. Michael 🙂

    • Olli
      Antworten

      Olli

      6. Juli 2016

      Hey Michael!
      Wow! Was für eine coole Story und vielen Dank für die Einladung! FoodVagabonds habe ich schon ausgecheckt. Tolle Sache!

      Melde dich gerne, wenn du im Sommer mal durch Hamburg kommst. Indien steht bei mir leider gerade nicht auf dem Plan;)

      Alles Gute auch für dich!
      Olli

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Oliver Haas
Hamburg

Hi! Ich bin Olli und freu mich sehr, dich auf Wolfsmilch begrüßen zu dürfen! Seit 2015 arbeite ich im Sommer für eine Festivalreihe in Hamburg und im Winter zieht es mich in wärmere Gefielde. Nebenbei begann ich als Freelancer im Webbereich und taste mich nun langsam heran an das Leben, das ich führen möchte. Das Leben als Digitaler Nomade. Also unabhängig mein Geld mit Dingen verdienen, die mir Spaß bringen. Und das nahezu von jedem Ort der Welt aus. Meine Erfahrungen möchte ich hier mit dir teilen. Im "Rucksack" wirst du Artikel und Stories rund ums Reisen und alles was dazu gehört finden. "Laptop" versorgt dich mit Wissen und Anregungen über das Arbeiten als Digitaler Nomade und Freelancer. Und "Rekorder" stellt dir interessante Menschen vor, die etwas gemeinsam haben: Sie alle haben ihr Ding durchgezogen. Tust du das auch?

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