Blog als Marketingkanal aufbauen
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Deinen Blog als Marketingkanal aufbauen – Wie du mehr aus deinem Blog rausholst

By on 28. März 2017

Dein Blog ist kein eigenes Business! Das heißt: Du wirst mit deinem Blog wahrscheinlich kein oder nicht sehr viel Geld verdienen. Du jetzt so: „Autsch!“? Dann verschaff dir lieber nochmal einen Überblick über meine 6 Fakten zum Bloggen. Bist du dir darüber im Klaren, dass dein Blog keine Geldmaschine sein wird, kann ich dir aber sagen: Gut aufgebaut, ist dein Blog ein verdammt effektiver Marketingkanal für dich und deine Produkte.

In diesem Artikel will ich dir kurz und knackig zeigen, wie du deine Leser mit Struktur, guten Inhalten und einem Konzept von dir überzeugst ohne dafür Geld zu investieren oder dich verbiegen zu müssen. Außerdem zeige ich dir, an welchen Punkten ich selbst noch optimieren muss. Stay true und starte einen geilen Blog!

 

Was ist ein Marketingkanal?

Ein Marketingkanal ist eine Quelle, über die du Besucher und potenzielle Kunden auf dich aufmerksam machst. Dafür teilst und veröffentlichst du in der Regel hochwertigen Content, der neugierig auf mehr machen soll. So sind das bei einem Blog gute Artikel, die deine Expertise und dein Wissen zeigen. Idealerweise sind in diesen Artikel dann „Call-To-Action“-Elemente integriert, die deinen Besucher zu weiteren Handlungen auffordern. Zum Beispiel zum abonnieren deines Newsletters oder dem Beitreten deiner exklusiven Facebook-Gruppe.

Kurz gesagt hat ein Marketingkanal zwei Aufgaben:

  1. Deine Expertise und dein Wissen in deinem Fachbereich aufzeigen (Du schaffst Mehrwert für deine Zielgruppe)
  2. Dein Produkt und/oder deine Dienstleistung bewerben

Idealerweise bespielst du mehrere Marketingkanäle und nutzt neben deinem Blog noch soziale Vertreter wie Facebook, Instagram oder YouTube. So stellst du sicher, dass du deine Zielgruppe auf verschiedenen Plattformen erreichen kannst. Vorher ist zu überlegen, ob sich deine Zielgruppe (nur) auf bestimmten Kanälen aufhält. Du solltest Inhalte auf deinen Marketingkanälen auch immer so platzieren, dass sie auf deine anderen Kanäle verweisen.

 

Warum ein Blog der geilste Marketingkanal ist

Ein Blog ist die perfekte Plattform für dein Online-Marketing und im Vergleich zu den sozialen Kanälen wie Facebook und Co. meistens auch der effektivste. Warum das so ist:

 

Ein Blog hat (fast) alles was du brauchst

Ein Blog in Verbindung mit weiteren Elementen auf deiner Website bietet dir viel Raum und Möglichkeiten, dich und deine Produkte oder deine Dienstleistung zu präsentieren. Das könnte so aussehen:

Du bestichst in deinem Blog mit gut geschriebenen, hilfreichen Artikeln aus deinem Fachgebiet. So baust du Vertrauen zu deiner Zielgruppe auf. Deine „Über-mich-Seite“ stellt dich (und dein Team) sympathisch, persönlich und ehrlich vor. Auch hier baust du Vertrauen und eine persönliche Bindung auf. In deiner Sidebar, am Ende deiner Blogartikel und auf deiner Startseite bewirbst du deinen Newsletter.

Über diesen lässt du deinen Abonnenten Infos, Neuigkeiten und Angebote zukommen. Stelle deinen Newsletter-Abonnenten beim Anmelden ein „Freebie“, also ein kleines, nützliches und kostenloses Geschenk zum Download zur Verfügung. In diesem Freebie, das zum Beispiel ein Mini-E-Book oder PDF mit hilfreichen Tipps, Tools und Links sein kann, zeigst du nochmal deine Expertise und dein Wissen auf. Ist dein Abonnent nun von dir und deiner Leistung überzeugt, kannst du ihn mithilfe regelmäßiger Newsletter und guter Blogartikel auf die Landingpage deines Produktes führen.

All diese Schritte passieren ausschließlich von deinem Blog und deiner Website aus. Warum also das „fast“ in der Überschrift dieses Abschnitts? Weil dir Facebook und Co vor allem am Anfang eine große Hilfe beim Aufbauen von Reichweite sein werden. Denn da wird dein Blog noch nicht etabliert und deshalb auch noch nicht so leicht über Google zu finden sein.

 

Ein Blog ist frei gestaltbar

Mit einem CMS wie WordPress wirst du sehr frei in der Gestaltung deiner Website und deines Blogs sein. Aber auch Baukästen wie Squarespace bieten noch viele Möglichkeiten, deinen Webauftritt nach deinen Bedürfnissen zu bauen. Du kannst jede deiner Seiten individuell nach deinen Bedürfnissen und deiner Marketing-Strategie anpassen, neue Seiten erstellen oder wieder löschen. Wie dich dein Besucher auf deiner Seite wahrnimmt, entscheidest also du. Ist es nicht schön, Boss zu sein?

 

6 Must-Haves für deinen Blog als Marketingkanal

Nun weißt du, welche Power dein Blog für deine Marketingstrategie haben kann. Jetzt wollen wir noch genauer beleuchten, welche Elemente und Tools deinen Blog zum perfekten und zielführenden Marketingkanal machen.

1. Du brauchst eine Zielgruppe

Blogs, auf denen so ein bisschen über alles geschrieben wird, können zwar interessant und persönlich sein, aber eins sind sie nicht: Ausgerichtet auf eine bestimmte Zielgruppe. Die Definition einer Zielgruppe ist aber der essentielle Grundstein deiner Marketing-Strategie. Wenn du nicht weißt, für wen du genau schreibst und deine Dienstleistung anbietest, dann verpufft viel deiner investierten Energie einfach ins Leere.

Überlege also ganz genau, wer deine Zielgruppe ist und wo diese sich im Netz aufhält. Recherchiere, nach welchen Begriffen diese Menschen überwiegend suchen und finde im besten Fall heraus, was die Fragen deiner Zielgruppe sind und wie du diese beantworten kannst.

 

2. Du brauchst ein Kernthema

Mit der Festlegung auf ein Kernthema kreist du auch deine Zielgruppe ein. Es kann in deinem Themenbereich aber immer noch verschiedene Zielgruppen geben. Dein Kernthema sollte der Bereich sein, in dem du dich am besten auskennst und anderen Menschen helfen kannst. Fächere diesen Bereich nicht zu weit auf. Hier ist mein Blog wohl ein gutes (negatives) Beispiel: Vermutlich nimmst du Wolfsmilch gerade als eine Mischung aus Reiseblog und „Tipps-für-Freelancer-und-Selbstständige“-Blog wahr.

Hier muss ich mich also noch mehr definieren und entscheiden, in welche Richtung ich will. Beide Themen sind nicht schlecht und interessieren einige Leute. Meine eigentlich Kernzielgruppe sollen aber Menschen sein, die auch ortsunabhängig leben und arbeiten wollen. Mit dieser Blogartikelserie bin ich gerade dabei, mich mehr in diese Richtung zu definieren und dadurch meine Zielgruppe gezielter anzusprechen. Ein oft unterschätzter, aber wichtiger Punkt.

 

3. Optimiere regelmäßig deinen Blog und deine Website

Deine Website steht und du hast die ersten Artikel auf deine Zielgruppe abgestimmt und auf deinem Blog veröffentlicht? Sehr gut! Aber jetzt bitte nicht zurücklehnen und nur noch ab und an einen Artikel schreiben. Hier kommt wieder der Vorteil, dass du deine Website stets frei anpassen kannst. Dieser Vorteil wird hier erstmal zu Arbeit, allerdings zu guter nachhaltiger Arbeit, die sich auszahlen wird.

Probierst du verschiedene Dinge aus, fügst neue Elemente auf deiner Website hinzu oder änderst diese, kannst du immer gucken, wie diese Anpassungen bei deinen Besuchern ankommen. Wo platzierst du den Newsletter am besten, um mehr Abonnenten zu bekommen? Sind deine Artikel zu lange oder zu kurz? Solltest du den Stil deiner Überschriften ändern? Kommen deine Blogbesucher mit dem Menü und der Platzierung deiner Links klar?

Eine konstante Baustelle wartet auf dich. Aber nur so wirst du den effektivsten und für dich rentabelsten Weg finden. Denk daran: Ein Blog läuft meistens nicht nach ein paar Monaten. Und Tools wie Google Analytics werden dir helfen, deine Besucher zu verstehen und deine Strategien zu optimieren.

 

4. Integriere „Call-To-Action“-Elemente auf deiner Seite

Ein „Call-To-Action“ ist ein Element, das den Besucher deiner Website dazu aufruft, eine bestimmte Handlung zu tätigen. Häufig ist das ein Newsletter-Feld, in dem dein Besucher seine Email-Adresse für dich hinterlässt. Das Ziel dabei ist, den Besucher zu einem Follower, Fan und bestenfalls zu einem Kunden von dir zu machen.

Ohne „Call-To-Action“-Elemente wird es deinem Besucher schwerer fallen, deiner Marketing-Strategie zu folgen und im schlimmsten Fall wirst du ihn nie wieder sehen. Die Platzierung und das Design deiner „CTA“ ist auch ein wichtiger Bestandteil deines Optimierungsprozesses, wie in Punkt 3 beschrieben.

 

5. Vernetze dich

Im vorherigen Artikel über die wichtigsten Fakten zum Bloggen bin ich schon darauf eingegangen: Ein Netzwerk ist ungeheuer wichtig. Du erhältst beim Austausch mit anderen Bloggern neues Wissen und kannst deines weitergeben. Es wird immer jemand geben, der sich in einem relevanten Thema zu deinem Blog-Business noch besser auskennt als du und dir dabei wichtigen Input geben kann.

Durch Kooperationen, zum Beispiel in Form von Gastartikeln anderer Blogger kannst du die Qualität deines eigenen Blogs steigern und deiner Zielgruppe neue Inhalte bieten. Ich schreibe gerade einen Gastartikel über meine ersten Erfahrungen mit ortsunabhängigem Arbeiten in Thailand. Dieser Artikel wird auf einem Reiseblog erscheinen. Die Autorin des Blogs bekommt von mir eine nette Reisegeschichte und ich bekomme vielleicht den ein oder anderen Besucher von ihrem Blog, der oder die sich für ortsunabhängiges Arbeiten interessieren. You got it?

 

6. Veröffentliche regelmäßig guten Content

Ein gut geführter und mit regelmäßigen Updates gespickter Blog sorgt für immer wiederkehrende Besucher. Wenn es doch nicht so zeitaufwändig wäre, ja ich weiß. Auch ein Punkt, bei dem ich mich selbst am Kragen packen darf. Aber auch hier optimiere ich meinen Flow mit dieser Artikelserie, bei der ich immerhin pro Woche einen neuen Artikel veröffentliche.

Weniger aktuelle Blogs erscheinen nicht so attraktiv und schmecken Google auf langer Sicht auch nicht so toll. Das ist vor allem am Anfang bei einem frischen Blog ein Problem. Hast du nach ein paar Jahren erstmal einen gut ausgestatteten Blog, kannst du auch mit der Frequenz deiner Veröffentlichungen etwas herunterfahren. Im Zweifel siegt aber die Qualität und nicht die Quantität.

 

Deinen Blog als Marketingkanal aufbauen – Das Fazit

Wichtig ist, dass du dir von Anfang an bewusst bist, in welche Richtung du mit deinem Blog gehen und wen du damit erreichen möchtest. Du solltest wissen, dass ein Konzept die Grundlage deines zukünftigen Schaffens als Blogger ist und dass du einiges an Arbeit investieren musst um erste Erfolge zu verzeichnen.

Dieser Artikel hat dich mit den Grundlagen vertraut gemacht. Viel wirst du durch Ausprobieren und Recherchieren heraus finden. Denke dabei an das Netzwerk, dem du dich anschließen solltest und vergesse nie, dass du dein eigener Chef bist.

(Noch in Arbeit:) Mein Artikel-Guide zu deinem ortsunabhängigen Leben als Business-Blogger und Freelancer:

  1. Ortsunabhängig arbeiten und leben – was für dich?
  2. Einen eigenen Blog erstellen – 6 Fakten über das Bloggen
  3. Wie ein Blog als Marketingkanal funktioniert
  4. Warum du als Blogger und Selbstständiger netzwerken solltest – Auch wenn du schüchtern bist
  5. Wie du mit Social Media dein Business rockst
  6. Kundenakquise als Freelancer
  7. Krankenkasse, Steuern, Finanzen und Gewerbe als Digitaler Nomade
  8. Wie du ganz easy deine erste Website mit WordPress erstellst
  9. Das Modell „Teilzeitjob + Selbstständigkeit“ als leichter Start
  10. Storytelling – Wie du deine Geschichte gut verkaufst
  11. Produktiv anstatt viel Arbeiten – 8 Tipps für mehr Fokus
  12. „Meine Familie versteht mich nicht“ – Keine Angst davor, was dein Umfeld über dich denkt

 

 

 

 

 

 

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Oliver Haas
Hamburg

Hi! Ich bin Olli und freu mich sehr, dich auf Wolfsmilch begrüßen zu dürfen! Seit 2015 arbeite ich im Sommer für eine Festivalreihe in Hamburg und im Winter zieht es mich in wärmere Gefielde. Nebenbei begann ich als Freelancer im Webbereich und taste mich nun langsam heran an das Leben, das ich führen möchte. Das Leben als Digitaler Nomade. Also unabhängig mein Geld mit Dingen verdienen, die mir Spaß bringen. Und das nahezu von jedem Ort der Welt aus. Meine Erfahrungen möchte ich hier mit dir teilen. Im "Rucksack" wirst du Artikel und Stories rund ums Reisen und alles was dazu gehört finden. "Laptop" versorgt dich mit Wissen und Anregungen über das Arbeiten als Digitaler Nomade und Freelancer. Und "Rekorder" stellt dir interessante Menschen vor, die etwas gemeinsam haben: Sie alle haben ihr Ding durchgezogen. Tust du das auch?

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