Anleitung zum Glücklichsein
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Anleitung zum Glücklichsein

By on 11. April 2016

Ich habe zwei Slogans für Wolfsmilch. Davon soll „I keep working to work everywhere in the world“ mein Ziel, ein dauerhaftes Einkommen durch ortsunabhängiges Arbeiten zu generieren beschreiben. „Arbeite dich glücklich“ hingegen steht dafür, dass es nicht nur ums Arbeiten geht, sondern um einen erfüllenden Lifestyle.

Was bedeutet Lifestyle?

Für mich ist Lifestyle das Synonym für die Lust auf ein selbstbestimmtes und bewusstes Leben. Eben der Style, dem du deinem Leben gibst. Dabei ist es egal welchem Beruf du nachgehst, welche Hobbies du hast, ob du eher heimatverbunden bist oder riesige Reiselust in deinen Taschen trägst, ob du schüchtern oder extrovertiert bist. Du fährst den für dich richtigen Lifestyle wenn du am Ende zufrieden mit dir selbst bist. Dabei glaube ich, dass Selbstzufriedenheit mit dem bewussten Tun von Dingen am einfachsten erreicht werden kann.

Für mich persönlich beschreibt Lifestyle also zwei wesentliche Punkte:

  • Das Ziel, mit mir selbst glücklich zu sein
  • Ich tue bewusst das was mich glücklich macht, ohne dabei andere Menschen bewusst zu verletzen

Keine Zeit um mein Leben zu ändern…

…oder ich fange morgen damit an. Mh, ja sicher! „Morgen, morgen nur nicht heute, sagen…“ und so. Ich verstehe dich vollkommen. Du stehst um halb 7 auf und kommst um 18 Uhr nach Hause. Dann etwa dreimal die Woche der Kampf mit dem inneren Schweinehund noch ins Fitnessstudio zu gehen. Am liebsten willst du ja eigentlich auf die Couch. Und was Anständiges gegessen hast du ja heute auch noch nicht und eigentlich wolltest du dich noch mit Mia und Thorsten auf ein Bier treffen.

Diesen Teufelskreis kennen wir alle. Neudeutsch spricht man von Work-Life-Balance. Altdeutsch davon, den inneren Schweinhund zu besiegen. Wenn man das dann noch im Alltag runterbricht gibt es bei vielen bestimmt auch eine Relationship-Life-Balance, eine Friendship-Life-Balance oder eine Family-Life-Balance. Ey, wir haben doch manchmal sogar eine Freetime-Life-Balance-Problem. Weil wir uns einfach gern ein bisschen stressen und uns schnell zu viel aufhalsen. Und irgendwie macht uns das auf Dauer extrem schlecht gelaunt weil wir unserem eigenen Anspruch nicht gerecht werden und unsere Ziele nicht erfüllen oder nur teilweise erfüllen können. Und genau da bräuchten wir eine Anleitung zum Glücklichsein. Manche Leute googlen dann sowas wie…

Life Hacks für den Alltag

Aber was sind Life Hacks? Nochmal zurück zum Anfang. Da habe ich davon geschrieben, dass wir es bewusst tun sollten. In allen Bereichen. Denn wenn du alles etwas bewusster tust bist du wie ein Kurzsichtiger, der zum ersten Mal eine Brille aufsetzt: Du siehst alles sehr viel klarer. Und wenn du alles klarer siehst, dann erkennst du zum Beispiel besser, welches deiner Ziele dich viel mehr erfüllt als ein anderes. Oder welches deiner Ziele vielleicht gar nicht zu dir passt. Ich wollte vor ein paar Jahren noch richtig gut skaten lernen. Irgendwann hab ich mir eingestanden, dass ich einfach viel zu viel Schiss davor habe so richtig auf die Schnauze zu fliegen und eingesehen, dass es mir das nicht wert ist. Im Prinzip habe ich mit der Erkenntnis also mein Leben ein bisschen gehakt und optimiert. Ich verschwendete keine Energie mehr für ein Ziel, dass es mir garnicht so wert war es zu erreichen.

Ich denke, dass es einfach darum geht in Bewegung zu bleiben und mit offeneren Augen durch das Leben zu gehen. Und ja, da gibt es dann wohl tatsächlich sowas wie Life Hacks für den Alltag:

  • Opfere nicht jeden Morgen eine Stunde mit Snoozen. In der Zeit kann sich dein Körper sowieso nicht mehr richtig erholen und du schiebst höchstens noch ein paar eigenartige verstörende Halbträume und bereitest dich unterbwusst schon mal auf die Hektik vor, die du dann haben wirst, nachdem du es endlich geschafft hast, dich aus dem Bett zu schälen
  • Stehe stattdessen zehn Minuten eher auf. Versuche es zumindest ein paar Mal. Nutze diese Minuten für dich. Mach die Fenster auf. Strecke dich und versuche mit deinen Fingern an deine Zehenspitzen zu kommen. Tue etwas, dass dich entspannt und dir schon ein gutes Körpergefühl am Morgen gibt. Diese paar Minuten bewusst genutzt werden dich den Rest deinen Tages begleiten.
  • Trinke und esse gut. Klingt simpel. Ist es aber manchmal nicht, ich weiß. Auch hier musst du selbst ausprobieren, was dir gut tut. Viel trinken ist immer gut. Vor allem schon am Morgen. Nimm dir eine Kanne Tee mit an den Schreibtisch und packe dir frisches Obst der Saison in deinen Rucksack. Wer hier eine geile Routine entwickelt hat, fühlt sich definitiv besser. Und natürlich: Esse und trinke bewusst.
  • Mach Pausen. Egal ob du gerade den Schreibtisch voll hast oder mit Ach und Krach in Bangkok noch den richtigen Bus nach Chiang Mai erwischt hast: Atme ein paar mal tief durch, setze dir von mir aus deinen Kopfhörer auf und gönne dir ein paar Minuten nur für dich. Spüre deine Atmung. Das bringt dein zerstreutes Hirn wieder zurück in deinen Körper und du hast wieder Fokus.
  • Sei dankbar und zeige es deinen Mitmenschen. Teil ein High-Five an deinen Arbeitskollegen aus, der dich mit seinem lockeren Humor oder ein paar Ratschlägen immer wieder aufbaut. Sag deinen Eltern, dass du wirklich gerne an die Campingausflüge früher zurück denkst und zeige deiner Oma, wie dir ihr Essen schmeckt. Dankbarkeit steckt an und springt wie ein Flummi von einem Menschen zum nächsten. Und zu dir zurück.
  • Oder probiere mal das Alleine Reisen aus. Eine perfekte Möglichkeit um mehr an dich selbst ranzukommen, du Stinkstiefel. Ich schwöre darauf.

Wer jetzt aufmerksam gelesen hat, der hat den Trick verstanden:

Routine in Dingen die dir gut tun + Neues ausprobieren

Denn mit einer gewissen Routine schaffst du dir Struktur und das entlastet. So hast du mehr Zeit und Energie neue Life Hacks auszuprobieren.

Wer ständig glücklich sein möchte, muss sich oft verändern.
Konfuzius

Aber verarsch dich bloß nicht selbst, indem du dir einen „Milchmädchen-Ranking“ für Erfolgserlebnisse ausdenkst. Denn einmal im Jahr einen Berg zu besteigen erzeugt mehr Glückshormone als das Vernaschen von fünf Schoko-Muffins. Und in zehn Runden hintereinander gegen deine Freunde bei Mario-Kart zu gewinnen ist ohne frage geil, aber ein gemeinsames Projekt auf die Beine zu stellen oder mit deinem Lebenspartner ein Kind groß zu ziehen kickt um ein vielfaches und vor allem langfristig mehr. Du merkst, um den für dich perfekten Lebensstil zu finden musst du auch ein wenig den Arsch hochbekommen. Faul sein ist kein Lifestyle, der dich wirklich erfüllt.

Anleitung zum Glücklichsein

Die Anleitung zum Glücklichsein…

…schreibst du also selbst. Das Buch: „Meine Anleitung zum Glücklichsein“. Autor: Du! Schnapp dir einen Stift und einen Zettel und schreibe in eine Spalte auf, was dir Freude bereitet und in die andere deine Ziele, die du noch erreichen möchtest. Kannst du den Inhalt beider Spalten irgendwie vereinigen? Gibt es Gemeinsamkeiten? Perfekt!

Ansonsten bleibe weiterhin aufmerksam wie ein Fuchs und geb dir Zeit. Denn die rennt dir nicht davon. Du musst sie nur sinnvoll nutzen um zufrieden mit dir selbst zu sein.

Und weil es wahrscheinlich der beste Tipp ist um glücklicher zu sein, einfach ein zweites Mal: Sei verdammt nochmal dankbarer!

Man weiß selten, was Glück ist, aber man weiß meistens was Glück war.
Francoise Sagan

 

 

 

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6 Comments
  1. Antworten

    Dietrich

    12. April 2016

    Hey,

    sehr schön geschrieben :). Nicht mehr den Snooze-Button zu benutzen hab bei mir auch sehr viel gebracht. Diese halbe Stunde halb wach – halb schlafend bringt den Körper nur durcheinander und man fühlt sich danach nur noch schlechter 🙂 Kann jedem empfehlen auch mit dem snoozen aufzuhören 🙂

    Ich habe mit sehr viel Freude deine Youtube-Blogs verfolgt, wirst du in Zukunft wieder auf reisen gehen und vor allem machst du wieder Videos darüber?

    mfg dietrich

    • Olli
      Antworten

      Olli

      12. April 2016

      Hey Dietrich,

      danke für dein nettes Feedback. Klasse, dass du so erfolgreich Nein zum Snooze-Button sagst 😉

      Ich werde im Herbst wieder ein paar Wochen unterwegs sein und auch dort wieder vor Ort arbeiten und an meinen Surfskills arbeiten. Es geht also wieder ans Meer, aber mehr verrate ich noch nicht;) Gefilmt wird auf jeden Fall.

      Morgen erscheint auch die erste Folge meiner neuen kleinen Serie „Arbeite dich glücklich“. Wenn dich nicht nur das Reisen sondern auch das Ortsunabhängige Reisen interessiert, dann schau doch da auch mal rein und abonniere am besten meinen Kanal und meinen Newsletter hier. Dann verpasst du nichts.

      Bestes
      Olli

      • Antworten

        Dietrich

        13. April 2016

        Die Themen passen bei mir genau, bist abboniert. Viel Erfolg weiterhin 🙂

        • Olli
          Antworten

          Olli

          13. April 2016

          Das freut mich – und danke!:) Bist du schon selbstständig unterwegs oder stehst du noch vor dem Sprung?

          • Dietrich

            14. April 2016

            Ich arbeite noch dran, im Moment kommt passiv noch nicht ganz dreistellig was dabei rum und habe noch einen Job als Texter für ein Onlineportal. Aber ich arbeite daran. Überlege auch einen Blog zu starten, bei dem Thema bin ich kein Experte es interessiert mich aber und man kann ja auch mit der Community wachsen denke ich 🙂

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Oliver Haas
Hamburg

Hi! Ich bin Olli und freu mich sehr, dich auf Wolfsmilch begrüßen zu dürfen! Seit 2015 arbeite ich im Sommer für eine Festivalreihe in Hamburg und im Winter zieht es mich in wärmere Gefielde. Nebenbei begann ich als Freelancer im Webbereich und taste mich nun langsam heran an das Leben, das ich führen möchte. Das Leben als Digitaler Nomade. Also unabhängig mein Geld mit Dingen verdienen, die mir Spaß bringen. Und das nahezu von jedem Ort der Welt aus. Meine Erfahrungen möchte ich hier mit dir teilen. Im "Rucksack" wirst du Artikel und Stories rund ums Reisen und alles was dazu gehört finden. "Laptop" versorgt dich mit Wissen und Anregungen über das Arbeiten als Digitaler Nomade und Freelancer. Und "Rekorder" stellt dir interessante Menschen vor, die etwas gemeinsam haben: Sie alle haben ihr Ding durchgezogen. Tust du das auch?

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